«Exchange-traded Funds» (ETF) sind passiv verwaltet und bilden einen gewählten Index nach. Damit gewährleisten sie üblicherweise, dass die Entwicklung dieses Basisindex’ «automatisch» mitgegangen wird. Im Gegensatz dazu stehen aktiv verwaltete Fonds, die mit einer Strategie versuchen, den Index zu schlagen. Der Bank Linth Anlegertipp widmet sich diesmal diesen beiden unterschiedlichen Ansätzen.
Wörtlich übersetzt handelt es sich bei ETF um börsengehandelte Fonds – ursprünglich ein eindeutiges Merkmal, inzwischen aber sind ETF als «passiv» gemanagte Fonds mit einem zugrundeliegenden Basisindex einzuordnen. Das Fondsvermögen ist rigoros an diesem ausgerichtet und sie erreichen damit – je nach Methode der Nachbildung – die Performance des «Markts».
Die Nachbildung des Index’ kann dabei auf verschiedene Arten vor sich gehen. Mit einer «Full Replication» wird anteilsmässiger jede Wertschrift, die im Index vertreten ist, berücksichtigt. Mit dem «repräsentativen Sample Ansatz» wird hingegen eine vergleichbare Stichprobe gebildet. Weitere Möglichkeiten führen über Derivate oder Portfoliokonstruktionen, immer mit Vor- und Nachteilen bei Genauigkeit, Flexibilität oder Kosten. Auch gilt es, Liquiditäts- oder Ausfallrisiken (z.B. Gegenparteirisiko bei Derivatgeschäften) nicht ausser Acht zu lassen.
Wie gut ein ETF also die Performance des Basisindex tatsächlich abbildet, richtet sich nach der Methode. Nicht jeder Index oder Anlagemarkt lässt sich zudem gleich gut nachbilden. Was aber wichtig für den Anleger ist: die erzielte Rendite liegt in jedem Fall um Kosten und Steuern unter dem Benchmark. Mit einem ETF lässt man ganz bewusst die Chance aus, den Markt zu schlagen.
Hier liegt wiederum die Stärke von aktiv verwalteten Fonds. Hier wird nicht ein Index verfolgt, sondern mit Strategie versucht, den Referenzindex (Benchmark) zu schlagen. Sie entscheidet, ob und welche Werte ins Fondsvermögen aufgenommen und welche Märkte, Anlageklassen oder Währungen unter- oder übergewichtet werden sollen. Aber man trägt auch das Risiko, die Performance des Gesamtmarkts nicht zu erreichen.
Häufig werden auch tiefere Kosten zugunsten der ETF ins Feld geführt. Diese gilt es aber genau zu prüfen. Vielfach entpuppen sie sich nach Steuern, Kosten und Gebühren usw. als nicht mehr viel geringer als bei einem «normalen», aktiven Fonds.
Bei der Bank Linth können Sie sowohl ETF als auch Fonds erhalten. Es gilt grundsätzlich die individuelle Anlagestrategie auf das eigene Risikoprofil abzustimmen. Entsprechend können ETF sinnvoll sein oder die Wahl eher auf Fonds fallen. Ihre Kundenberaterin oder Ihr Kundenberater berät Sie in jedem Fall gerne.
Wer sein Vermögen in Wertschriften oder ähnlichen Effekten anlegt, soll darüber aufgeklärt sein, was für Anlageinstrumente welche Chancen und Risiken bergen können. mehr »