Besser nachhaltig anlegen

Dem Thema Nachhaltigkeit tritt man immer noch mit gewissen Vorbehalten gegenüber. Dabei sind Investitionen in diesem Bereich weit davon entfernt, zum Beispiel renditeschwach zu sein oder einen Spendencharakter aufzuweisen. Der Bank Linth Anlegertipp im August klärt auf.

Bei der Nachhaltigkeit ging es schon immer um «viel Holz». Ursprünglich ein Begriff aus der Forstwirtschaft, hat er sich im Lauf der letzten Jahrzehnte weiterentwickelt. Nachhaltige Entwicklung ist heute so definiert, dass sie «den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.»

Nachhaltigkeit ruht auf drei Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Es geht also neben der Belastung der Umwelt (Energie, Wasser, Schadstoffe etc.) auch um den Interessensausgleich von Anspruchsgruppen (Mitarbeiter, Kunden, Kapitalgeber, öffentliche Hand usw.) und vor allem auch um den wirtschaftlich effizienten Einsatz der Mittel. Und davon profitiert schliesslich auch der Anleger direkt.

Nachhaltige Investitionen bieten grundsätzliche Vorteile:

  • Nachhaltigkeit senkt das Risiko
    Nachhaltige Unternehmen sind sensibler gegenüber Risiken und verhalten sich bewusster.
  • Nachhaltigkeit bietet Chancen
    Gerade in den Bereichen Energie, Klima, Wasser oder Gesundheit sind innovative Lösungen gefragt. Nicht selten schaffen Unternehmen mit entsprechenden Produkten neue Märkte und verfügen über attraktive Wettbewerbsvorteile.


Als Anleger muss man unterscheiden zwischen Nachhaltigkeitsthemen und nachhaltigem Handeln. Je nach dem kommen Branchen oder Unternehmen für ein entsprechendes Investment in Frage. Geht man zum Beispiel in Richtung nachhaltiger Immobiliengesellschaften auf die Suche, gibt es eine Vielzahl an Kriterien: wie steht es um die Energie-Effizienz oder die verantwortungsbewusste Nutzung von Land? Welche Baustoffe werden verwendet und wie geht man mit den eingesetzten Ressourcen um? Wird der öffentliche Verkehr ins Konzept eingebunden und sind Anforderungen von Senioren oder Behinderten berücksichtigt? Die Antworten auf diese Fragen geben vor, welche Unternehmen es schliesslich in das Portfolio des Anlegers schaffen.

Ähnliches gilt für Staatsanleihen. Diese müssen sich anhand ihres Nachhaltigkeitsprofils messen. Soziale Bedingungen, Strukturen in Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheit oder im Bildungssystem geben hier den Ausschlag.

«Klassische» Anlageklassen wie Obligationen oder vor allem Aktien eines Unternehmens sind jedoch die wohl am weitestverbreitete Möglichkeit, nachhaltig anzulegen. In diesem Fall geht es darum zu beurteilen, in wie weit die Branche, in der das Unternehmen tätig ist, als nachhaltig zu bezeichnen ist. In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, wie nachhaltig sich das Unternehmen selbst verhält – im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Hier können Nachhaltigkeits-Geschäftsberichte, Agenturmeldungen oder Informationen von spezialisierten Institutionen für die Beurteilung herangezogen werden.

Die Bank Linth verfügt über ein attraktives Angebot an nachhaltigen Anlageprodukten. Gerade im Fondsbereich kann der interessierte Anleger zwischen themenbasierten Produkten oder Obligationen- bzw. Aktienfonds auswählen. Rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns in einer unserer 24 Standorte zwischen Winterthur und Bad Ragaz. Wir freuen uns auf Sie!

 
 
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